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Mobilitätsverhalten im Enzkreis

Wie mobil sind die Bürgerinnen und Bürger im Enzkreis? Welche Wege werden innerhalb der Städte und Gemeinden, welche nach Pforzheim und welche zu anderen Städten durchgeführt? Welche Verkehrsmittel werden für welche Wege genutzt, zum Beispiel zur Arbeit, zum Einkaufen oder in der Freizeit? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, führt der Enzkreis zwischen Mitte und Ende März eine Befragung durch.

„Diese Erhebung gehört zu den wesentlichen Grundlagen der Verkehrsplanung und soll ergänzend zur Aufstellung des Nahverkehrsplans erfolgen“, beschreibt Landrat Bastian Rosenau die Zielsetzung.Vor allem, so der Kreis-Chef, sollen die gewonnenen Erkenntnisse der weiteren Verbesserung der Busverkehrs- und anderer Mobilitätsangebote im Enzkreis dienen. „Wir sind zwar insgesamt sehr gut, was den Klimaschutz angeht, aber bei der Mobilität ist noch deutlich Luft nach oben“, sagt Rosenau. Auch deshalb hofft er auf eine möglichst gute Teilnahme-Quote.Die wichtigsten Fragen gelten den verfügbaren Verkehrsmitteln im Haushalt und den zurückgelegten Wegen an einem ausgewählten Stichtag. Wichtig sind außerdem die Gründe, warum manche Verkehrsmittel eher wenig genutzt werden, sowie Angaben, wo Defizite gesehen und Verbesserungen im Verkehrsangebot gewünscht werden. „Aus diesem Grund haben wir uns für eine Befragung aller Enzkreis-Einwohner entschieden – bei einer reinen Fahrgast-Befragung in Bussen und Bahnen bekommen wir diese Hinweise nicht“, betont der zuständige Dezernent, Erster Landesbeamter Wolfgang Herz.

Insgesamt werden bei der Haushaltsbefragung 21.000 Haushalte angeschrieben, die in einer Zufallsstichprobe ausgewählt wurden. Dieses Verfahren ist für die Übertragbarkeit der Ergebnisse wichtig. Die Befragung erfolgt an insgesamt neun repräsentativen Stichtagen, verteilt über drei Wochen. Die Befragungs-Unterlagen werden ab Mitte März verschickt, die Antworten können dann schriftlich, online im Internet oder auch telefonisch gegeben werden. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig.

Die Erhebung wird vom Enzkreis mit Unterstützung der Büros plan:mobil und LK Argus aus Kassel durchgeführt. Mit dem Datenschutzbeauftragten des Enzkreises wurden das Befragungs-Verfahren und die Inhalte abgestimmt. Während der gesamten Befragung ist die Anonymität der Teilnehmenden gewährleistet. „Eine Rückverfolgung persönlicher Daten und die Identifikation einzelner Personen sind definitiv nicht möglich“, betont Landrat Rosenau. Sobald die Ergebnisse vorlägen, werde man darüber informieren.

Im Internet hat der Enzkreis eine Liste der häufigsten Fragen zur Erhebung und der Antworten darauf bereitgestellt.

Wie wurden die Haushalte für die Befragung ausgewählt? Auf Grundlage der Einwohnermelderegister in den Städten und Gemeinden des Enzkreises wurden per Zufallsstichprobe insgesamt 21.000 Adressen für den gesamten Enzkreis gezogen. Diese sind so auf die 28 Städte und Gemein-den verteilt, dass für je einzelne Aussagen möglich sind. Darüber hinaus ist das Ziehen einer Zufallsstichprobe wichtig für die Repräsentativität der Antworten.
Ist die Teilnahme an der Befragung verpflichtend? Nein, die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig! Aus einer Nicht-Teilnahme entstehen keinerlei Nachteile. Auch wenn die Teilnahme freiwillig ist, wird um eine rege Beteiligung der aus-gewählten Haushalte gebeten. Denn je mehr Haushalte sich an der Erhebung beteiligen, desto aussagekräftiger und bürgernäher werden die Ergebnisse der Erhebung sein.
Was passiert mit den persönlichen Adressdaten? Die für die Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten verwendeten Adressen werden ausschließlich zur Kontaktaufnahme bzw. zum Versand von Befra-gungsunterlagen genutzt und nach Abschluss des Projektes gelöscht. Befra-gungsteilnehmer/innen erhalten darüber hinaus keine Werbepost.
Technische und organisatorische Maßnahmen stellen sicher, dass zu keiner Zeit eine Verknüpfung Ihrer persönlichen Adressdaten mit Ihren Antworten möglich ist. Die Zugangscodes auf den Fragebögen dienen ausschließlich der Zuordnung der räumlichen Verteilung der Antworten und lassen keinerlei Rück-schlüsse auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit ihren Angaben zu.
Die Gewährleistung der Anonymität erstreckt sich auf die ganze Befragung!
Wer stellt den Kontakt zu den ausgewählten Personen her? Die ausgewählten Haushalte erhalten auf dem Postweg Erhebungsunterlagen sowie ein Anschreiben des Landrats des Enzkreises, Herr Bastian Rosenau.
Welche Fragen werden im Detail gestellt? Für den gesamten Haushalt werden Informationen zu verfügbaren Verkehrsmit-teln und zu den einzelnen Mitgliedern des Haushaltes gestellt. Persönliche An-gaben sind erforderlich, um eine Hochrechnung von den befragten Personen auf die Gesamtbevölkerung zu ermöglichen. Das Kernstück der Befragung sind die Wegeprotokolle für jedes Haushaltsmit-glied ab 6 Jahre. Hier werden die an einem vorgegebenen Stichtag zurückge-legten Wege eingetragen. Relevant ist hierbei, wo der Weg begonnen hat und wohin er geführt hat, zu welchem Zweck der Weg unternommen wurde und mit welchen Verkehrsmitteln. Außerdem wird gefragt, wie lange der Weg gedauert hat und welche Entfernung zurückgelegt wurde.

Häufig auftretende Fragen:

Wie erfolgt die Befragung? An der Befragung kann alternativ schriftlich, online oder bei Bedarf auch telefo-nisch teilgenommen werden. Die zugesandten Fragebögen können ausgefüllt und kostenfrei zurückgesandt werden. Für die Online-Beantwortung (unter www.enzkreis-befragung.de) erhält jeder angeschriebene Haushalt einen per-sönlichen Zugangscode. Die Online-Fragenbögen sind inhaltlich identisch mit den zugesandten Fragebögen. Eine telefonische Teilnahme ist unter einer kos-tenfreien Rufnummer möglich.
Wann ist mit Ergebnissen zur Befragung zu rechnen? Die Befragung wird nach Abschluss der Feldphase ausgewertet. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst 2020 vorliegen.
Wofür werden die Ergebnisse verwendet? Die Ergebnisse der Befragung dienen dem Enzkreis als Grundlage für Verbes-serungen der Busverkehrs- und weiterer Mobilitätsangebote. Erwartet werden Aussagen zur Mobilitäts- und Verkehrsstruktur im gesamten Enzkreis. Beispielsweise können auf Grundlage der Befragungsdaten Aussagen zur Verkehrsmittelwahl, zu den häufigsten Fahrtzwecken, den bevorzugten Fahrtzielen sowie zu der räumlichen und zeitlichen Verteilung des Verkehrsaufkommens getroffen werden.

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